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Die Toten am Tisch: ‚Familienromane‘ nach dem Holocaust

Deutsch-jüdische Familienromane der zweiten und dritten Generation Überlebender markieren auf inhaltlicher wie poetologischer Ebene einen Nullpunkt von Generation und Familie. Hierbei wird die Instanz des erzählenden Ichs – so die leitende These – zum Schauplatz all der Aporien, die sich in dem Versuch auftun, nach 1945 Familiengeschichte zu erzählen. Da das Erzähler-Ich in der übermächtigen Geschichte der Eltern und Großeltern zu verschwinden droht, entwickelt es Strategien der Selbstermächtigung und Autorisierung, die in diesem Essay nachgezeichnet werden.

German-Jewish family sagas written by the second and third generation of survivors mark a zero point for generation and family on both the textual and the poetological levels. Cast into this situation, the first-person narrator - so the article’s main thesis - becomes the point where all the aporias which result from the attempts to narrate family history after 1945 converge and become visible. Faced with the threat of being completely overwhelmed by the stories of their parents and grandparents, these narrators develop strategies of self-empowerment and authorisation, which are traced in this article.

Seiten 573 - 594

DOI: https://doi.org/10.37307/j.1868-7806.2008.04.07
Lizenz: ESV 🡭
ISSN: 1868-7806
Ausgabe / Jahr: 4 / 2008
Veröffentlicht: 2009-01-19
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Dokument Die Toten am Tisch: ‚Familienromane‘ nach dem Holocaust