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Erzählen, Erzähler, Erzählbrüche: Rudolfs von Ems „Barlaam und Josaphat“ als narratologisches Faszinosum

Der Beitrag gilt der verbreitetsten volkssprachigen Bearbeitung der ursprünglich indischen Buddha-Legende im Mittelalter, dem „Barlaam und Josaphat“ Rudolfs von Ems (um 1220). Durch eine Analyse der Erzählinstanzen, der Erzählebenen und der Erzählbrüche, die die mouvance des Textes in der Überlieferung mit berücksichtigt, wird versucht, den oft als spröde und langweilig wahrgenommenen Text als narratologische Herausforderung und als Spielfeld intendierter Ambivalenzen neu zu lesen. Die Ambivalenzen tangieren grundlegende Fragen der Forschung und Deutung: Heldenbild und Textgattung, das Verhältnis von Rahmen- und Binnengeschichten, die fluiden Valenzen von Minne, Herrschaft, Freundschaft/Lehrerschaft und Askese.

This article is devoted to the best known vernacular treatment of the original Indian Buddha legend from the Middle Ages, the “Barlaam and Josaphat” by Rudolf von Ems (around 1220). An analysis of the narrators, the narrative levels and the narrative breaks which takes into account the mouvance of the text in the process of transmission attempts to give a new reading to the text, widely regarded as unwieldy and boring, as a narratological challenge and a playground for intended ambivalences. The ambivalences touch fundamental questions of research and interpretation: heroic image and text genre, the relationship of frame stories and embedded stories, the fluid valences of minne, power, friendship/teacherhood and asceticism.

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