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Frauenlob’s Catechetical Imperative: Form and Function in the “Kreuzleich”

The poetry of Heinrich von Meißen, best known as Frauenlob (d. 1318), has long been considered esoteric and difficult to understand, both by the poet’s contemporaries and by modern scholars. This paper seeks to isolate those aspects of Frauenlob’s poetry which contribute to this difficulty, taking the poet’s “Kreuzleich” as a case study. It examines how Frauenlob uses specific literary devices, including rhyme scheme, metaphor, metonymy, and synecdoche, to provoke confusion and uncertainty in the audience. Further, the poet couches his work in liturgical language and performativity, imbuing this created uncertainty with moral and spiritual significance. In this way, Frauenlob flushes his poetry with a catechetical imperative: Frauenlob’s poetry is purposefully chaotic, designed to continually bring forth theological obstacles and paradoxes, in the hope of inspiring intellectual contemplation and revelation in his audience.

Die Lieder Heinrichs von Meißen, bekannt unter dem Beinamen Frauenlob (gest. 1318), galten lange als esoterisch und schwer verständlich, sowohl unter den Zeitgenossen des Dichters als auch unter modernen Literaturwissenschaftlern. Dieser Beitrag versucht am Beispiel des „Kreuzleichs“ des Dichters, jene Aspekte von Frauenlobs Liedern herauszuarbeiten, die zu dieser Schwierigkeit beitragen. Er untersucht, wie Frauenlob spezifische literarische Mittel wie Reimschema, Metapher, Metonymie und Synekdoche verwendet, um Verwirrung und Unsicherheit beim Publikum hervorzurufen. Darüber hinaus benutzt der Dichter in seinem Werk liturgische Sprache und Performativität und gibt der entstehenden Unsicherheit moralische und spirituelle Bedeutung. Auf diese Weise verleiht Frauenlob seinen Liedern einen katechetischen Imperativ: Die Lieder Frauenlobs sind absichtlich chaotisch mit dem Ziel, fortwährend theologische Hindernisse und Paradoxe hervorzurufen, die in seinem Publikum intellektuelle Kontemplation und Offenbarung anregen.

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