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Inhalt der Ausgabe 11/1994

Inhalt/Editorial

Inhalt

Editorial

Fachbeiträge

Literatur im Anfängerunterricht

Im Anfängerunterricht – und darüber reden wir in diesem Heft – bewegen sich die Lernenden in einem „Schonraum“, in dem ihnen Komplexität, auch die literarischer Texte, vorenthalten wird zugunsten einer „glatten Progression der grammatischen Lektionen“. Wird der Lernende dann „ungeschützt dem Ausdrucksreichtum der Literatursprache ausgesetzt“, begegnet er zum erstenmal „einem echten literarischen Text“, ist der Lernende geschockt, weil er den Eindruck hat, daß er nichts versteht.

„Die llse ist weg“ – Ein Jugendbuch für den Deutschunterricht

Aus dem Lehrbuchalltag aussteigen und einen Jugendroman im Unterricht lesen – das erscheint vielen Lehrerinnen und Lehrern als Wagnis: Der Lehrplan schreibt ein bestimmtes Pensum vor, das Lehrbuch garantiert, daß man alle wichtigen Kapitel abhaken kann. Der folgende Beitrag zeigt, was man außerdem alles beachten muß, damit ein solches Unternehmen gelingen kann.

Christine Nöstlinger im Gespräch

Christine Nöstlinger, die Autorin von „Die Ilse ist weg“, spricht über literarische Texte im Deutschunterricht, über Textvereinfachungen, die österreichische Sprache und einen gewissen XY.

„Von Rußland träum' ich nicht auf deutsch“

Seit der Lehrplanreform in Großbritannien gehört die Lektüre von Jugendbüchern für Schüler der gymnasialen Oberstufe zum Pflichtprogramm. Lesen sollen sie allerdings zu Hause. Doch darf man sie dabei sich selbst überlassen? Elke Dehmel beschreibt, welche Art Hilfen man hier geben kann.

„Mitmachhefte“: Lektürehefte zum Mitschreiben und Reinmalen

Max-Moritz Medo möchte mit seinen „Mitmachheften“, die er selbst schreibt und gestaltet, deutschlernende Kinder und Jugendliche an die Lektüre längerer Texte heranführen. Im folgenden Beitrag erläutert er sein Konzept. Nachahmen ist erlaubt!

Gedichte machen Sprachunterricht lebendig

Gedichte schon in den ersten Lektionen eines chinesischen Lehrwerks – die Autorin zeigt, wie sie damit im Unterricht umgeht.

Der Mann, der nie zu spät kam

Auch bei der Arbeit mit literarischen Texten bedarf es besonderer Anstrengung von seiten des Lehrenden, den Unterricht in attraktive Phasen einzuteilen und Übungen so zu gestalten, daß Arbeitslust und Arbeitsbereitschaft entstehen und die Schülerinnen und Schüler sich mit Engagement und Neugier an die Arbeit machen. Noch schwieriger ist es, eine Stunde so zu organisieren, daß der Unterricht in der Fremdsprache abläuft, ohne daß der Lehrer oder die Lehrerin eine dominierende Rolle spielt. Mit dem folgenden Unterrichtsvorschlag kann beides gelingen.

Die Aufgabe als Verstehenshilfe im Umgang mit literarischen Texten

Wie lesen und verstehen Fremdsprachenlernende literarische Texte? Wie kann man einerseits ganz nah am Text bleiben und andererseits den individuellen Eindrücken und Reaktionen der Lernenden genügend Raum lassen, um ihr Interesse am fremdsprachigen Text hervorzulocken und ihre Kreativität herauszufordern? Rainer E. Wicke zeigt Aufgabentypen, die das möglich machen.

Die Geschichte von dem Liebespaar in der Schule

Die Geschichten aus „Tausend und eine Nacht“ gehören zum Literaturkanon des Orients. Wir verstehen den Unterrichtsentwurf auch als Versuch, die Märchentradition eines Landes und das kulturelle Hintergrundwissen in den Unterricht einzubeziehen, mithin als Aufforderung, das vorgeschlagene methodische Vorgehen auch auf andere Märchen zu übertragen.

Die Sterntaler

Literarische Texte in ein Hörspiel umzuarbeiten, ist eine attraktive und motivierende Form der Projektarbeit im fremdsprachlichen Unterricht, wobei unter anderem auch die von der Fachdidaktik geforderte Verknüpfung verschiedener Fertigkeiten in geradezu idealer Weise realisiert wird. Daß diese Art der kreativen Textarbeit auch im Anfängerunterricht angeboten werden kann und Märchen sich besonders gut für eine solche Adaptation eignen, soll in der folgenden Unterrichtseinheit gezeigt werden.

Spiel und Spaß in Visegrád

Schon nach drei Monaten Deutschunterricht ein Projekt zum Thema Literatur? Die Autorin berichtet, wie es dazu kam, und zeigt, was dabei herauskam.

Gegenrede

Wäre in den Texten alles klar und eindeutig, gäbe es das nicht endenwollende Gerede von den „Leerstellen“ nicht und nicht die didaktischen Bemühungen, den Leser auf Trab zu bringen, um – ja was eigentlich? – zu tun? Die Leerstellen mit Welt und eigenen Gefühlen, Vorstellungen und Wertungen zu füllen? Texte verändern, umgestalten? Warum nicht? Wird doch in diesem kreativen und handelnden Umgang mit Texten der Vielzahl von Leserperspektiven Rechnung getragen und das Banner des einen Sehpunktes und der einen Intention gebrochen.

Rubriken

Bücher und Aufsätze zum Thema

+++ TEXTSAMMLUNGEN AUS VERLAGEN +++ INFORMATIONEN +++ BILDERGESCHICHTEN UND COMICS +++ SAGEN und MÄRCHEN +++ GEDICHTE +++ KURZPROSA +++

Zeitschriften stellen sich vor

Der Bulgarische Deutschlehrerverband wurde am 30. November 1991 als selbständiger eingetragener Verein gegründet. Gleich danach wurde auch die erste Zeitschrift in deutscher Sprache für die bulgarischen Deutschlehrer ins Leben gerufen. Das BDV-Info-Blatt spielt eine wichtige Rolle für die Zusammenarbeit der Deutschlehrer und Germanisten in Bulgarien.

Leserbrief

In Heft 9 von FREMDSPRACHE DEUTSCH berichteten wir über die Verlosung eines Studienaufenthaltes unter den ausländischen Kolleginnen und Kollegen, die Beiträge für FREMDSPRACHE DEUTSCH geschrieben haben. Freek Warger, der Gewinner, schickte uns den folgenden Brief:

Unsere Sprachecke: Gewusst wie, ... erklärt warum!

Die Bedeutungsunterschiede dieser Verben bereiten auch vielen fortgeschrittenen Lernenden Schwierigkeiten. Deswegen soll hier eine Möglichkeit gezeigt werden, dieses Problem im Unterricht zu behandeln. Es geht dabei darum, die Bedeutungen möglichst klar voneinander abzugrenzen.

Aktuelles Fachlexikon

Hermeneutik als spezifische Verstehensweise für literarische Texte schließt ein interpretierendes Lesen ein, bei dem der Text dadurch lebendig wird, daß der Leser sich auf den Text einläßt, ihn aus sich selbst heraus zu verstehen sucht. Das kann aber nur gelingen, wenn der Leser ihn zugleich mit seinem eigenen Selbstverständnis „nacherlebt".

Unsere Autorinnen und Autoren

Impressum

DOI: https://doi.org/10.37307/j.2194-1823.1994.11
Lizenz: ESV-Lizenz
ISSN: 2194-1823
Ausgabe / Jahr: 11 / 1994
Veröffentlicht: 1994-10-01
 

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