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Sinnes- und Körpermetamorphosen in Hofmannsthals „Das Kleine Welttheater oder Die Glücklichen“

Der vorliegende Artikel möchte aufzeigen, wie die Figuren in Hofmannsthals "Kleinem Welttheater" sich dank individueller sinnlicher Wahrnehmung einen Selbst- und Weltbezug schaffen. Aus der Zusammenschau divergierender Körperdiskurse der Medizin, Psychologie, Philosophie, Literatur und Kunst ergibt sich auf der Ebene des Stücks eine vielstimmige Körperauffassung als übergreifende Körperpoetik, die im Schöpfungsakt des Wahnsinnigen kulminiert. Denn seine Kreation einer körperbezogenen Sprach- und Weltordnung transzendiert die sinnliche Wahrnehmung der Figuren und bindet die atomisierte Sinnsuche der Figuren in einen Gesamtzusammenhang.

This article attempts to show how the figures in Hofmannsthal's "Little Theatre of the World" create a reference to themselves and to the world by means of individual sensory perception. At the level of the drama, the joint perspective of varying discourses on the body from the fields of medicine, psychology, philosophy, literature and art leads to a polyphonic view of the body in a comprehensive corporal poetics, culminating in the madman's act of creation. His creation of a bodily linguistic and world order transcends the sensory perception of the characters and integrates their atomised search for meaning into an overall context.

Seiten 244 - 272

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