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Inhalt der aktuellen Ausgabe 03/2019

Editorial

Luftqualität an Straßen

Inhalt

Inhalt / Impressum

Fachbeiträge

Luftqualität in Deutschland: Situation und Hauptquellen

Seit den 1990er Jahren konnte in Deutschland die Freisetzung der meisten Luftschadstoffe deutlich verringert werden. Auswertungen der Luftqualitätsdaten zeigen jedoch, dass die Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub (PM10) und die Zielwerte für Ozon weiterhin überschritten werden, auch im Jahr 2018. Vor allem Menschen in Ballungsräumen und Städten sind hiervon betroffen, besonders wenn sie an vielbefahrenen Straßen wohnen. Der Straßenverkehr zählt in Städten zur Hauptquelle von Luftschadstoffen.

Mikroskopische Simulationsstudie zu Potenzialen von Elektrofahrzeugen

Stickstoffoxid-Emissionen sind ein wichtiges Problem in urbanen Räumen mit hoher Verkehrsbelastung und dichter Bebauung. Die Förderung von emissionsarmen Elektrofahrzeugen ist aufgrund der nicht vorhandenen Abgasemissionen eine der möglichen Maßnahmen zur Minderung lokaler Emissionen. Wo und wann in einem urbanen Straßennetz diese Effekte im Detail zum Tragen kommen ist dabei von besonderem Interesse. Diese Aspekte wurden in der vorliegenden Studie mit einer mikroskopischen Simulation eines beispielhaften Straßennetzes unter Berücksichtigung der Emissionen von Einzelfahrzeugen untersucht.

Mobile PM10 Immissionsmessungen in Wuppertal

Mobile Immissionsmessungen lassen sich zielführend zur Ermittlung von Informationen einsetzen, welche durch stationäre Messnetze oder Fernerkundungsverfahren nicht im gewünschten Maße erfasst werden können. Im Rahmen der universitären Forschung und Lehre wurden im Zeitraum vom 15.05. bis zum 07.08.2018 in Wuppertal mobile Feinstaubmessungen mit einem optischen Aerosolspektrometer vom Typ Fidas® Fly 200 der Firma Palas® durchgeführt. Untersucht wurden bei diesen Messungen städtische Verkehrsknotenpunkte, Innenstadtbereiche ohne PKW-Verkehr, Parkanlagen, Naherholungsgebiete, Radwege, der Hauptbahnhof Wuppertal Elberfeld sowie eine Schwebebahnstation.

Mobile NO2 /NOx Messungen zur Erfassung von Schadstoffverteilung und Fahrzeugemissionen

Welche neuen Anwendungsmöglichkeiten bietet ein am Institut für Umweltphysik entwickeltes und inzwischen kommerziell verfügbares Messgerät für Stickoxide im Bereich mobiler Immissions- und Emissionsmessungen unter realen Bedingungen? Der folgende Beitrag zeigt beispielhaft einige Lösungsansätze, um Bürgern und Entscheidungsträgern kurzfristig verlässliche und realitätsnahe Messdaten zu liefern, damit nötige und zielführende Maßnahmen zur Reduktion von Luftschadstoffen in den Städten erfolgen können.

Evaluierung der Maßnahmenwirkung aus der Fortschreibung des Luftreinhalteplans Potsdam 2015/2016

Die Fortschreibung des Luftreinhalteplans für die Landeshauptstadt Potsdam 2015/16 sieht u. a. die verkehrliche Umgestaltung der bisher vierstreifigen Zeppelinstraße auf drei Fahrstreifen und eine T30-Regelung vor. In stadtauswärtiger Richtung fällt ein Fahrstreifen zu Gunsten eines eigenen Radfahrstreifens weg. In stadteinwärtiger Richtung erfolgt die Führung des Verkehrs teilweise auf einen gemeinsamen Fahrstreifen für Tram, Bus und Kfz.

Identifizierung und Quantifizierung von Feinstaubquellen im Raum Stuttgart

Für die Erarbeitung wirksamer Maßnahmen zur Reduzierung der Immissionsbelastung durch Feinstaub ist es notwendig, die für einen Standort relevanten Feinstaubquellen zu identifizieren und deren Anteile an der gesamten Feinstaubkonzentration zu quantifizieren. Neben der Identifizierung von Feinstaubquellen mithilfe grundlegender statistischer Analysen der Schadstoffkonzentrationen oder mithilfe von Daten aus dem Emissionskataster ist es möglich, mittels Analyse der Feinstaubinhaltsstoffe und Rezeptormodellen auf Feinstaubquellen rückzuschließen.

Nachrichten & Presse

Daten zur Luftqualität 2018: 57 Städte über dem NO2-Grenzwert

Die Messdaten für Stickstoffdioxid (NO2) im Bundesgebiet für das Jahr 2018 liegen vor: Demnach überschritten im vergangenen Jahr noch 57 Städte den Luftqualitätsgrenzwert von 40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft (µg/m³) im Jahresmittel. Im Jahr 2017 waren noch 65 Städte betroffen. Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA): „Die Luft in den Städten wird besser und der Trend geht in die richtige Richtung. Dennoch sieht man: Die bislang beschlossenen Maßnahmen reichen nicht aus, damit wirklich überall der EU-Grenzwert für NO2 im Jahresmittel zum Schutz der Gesundheit eingehalten wird.

Emissionshandel 2018: Deutsche Anlagen mindern um 3,5 Prozent

Im Jahr 2018 emittierten die rund 1.870 im Europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS) erfassten stationären Anlagen in Deutschland etwa 422 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2-Äquivalente). Dies entspricht einem Rückgang um 3,5 Prozent gegenüber 2017. Das berichtet die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt detailliert in ihrem diesjährigen Bericht über die Treibhausgasemissionen der emissionshandelspflichtigen stationären Anlagen und im Luftverkehr für Deutschland im Jahr 2018 (VET-Bericht 2018).

Umweltbewusstseinsstudie 2018

Der Stellenwert von Umwelt- und Klimaschutz ist in der Bevölkerung in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Das ist ein Ergebnis der Umweltbewusstseinsstudie, die Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA) Maria Krautzberger vorgestellt haben. Die Bevölkerung ist mehrheitlich der Ansicht, dass relevante Akteure (Industrie, Bund, Kommunen) noch nicht genug für den Umwelt- und Klimaschutz tun – und sieht dabei auch ihr eigenes Engagement als Bürger*innen kritisch.

Klimabilanz 2018: 4,5 Prozent weniger Treibhausgasemissionen

In Deutschland wurden 2018 insgesamt 865,6 Mio. Tonnen Treibhausgase freigesetzt – rund 41 Millionen Tonnen oder 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Das zeigt eine Prognoseberechnung des Umweltbundesamtes (UBA). Damit wurde nach vier Jahren Stagnation erstmals wieder eine nennenswerte Reduzierung im Vergleich zum Vorjahr erreicht. Deutliche Emissionsrückgänge gab es bei Energiewirtschaft und Haushalten. Auch im Verkehrssektor gingen die Emissionen leicht zurück. Gründe für diese Entwicklung sind der zurückgehende Verbrauch von fossilen Energien und die außergewöhnliche Witterung im Jahr 2018.

G20-Umweltminister verabschieden Kommuniqué zu Klimaschutz, Energiewende, Meeresmüll und Ressourceneffizienz

Die Umweltministerinnen und -minister der G20-Staaten haben sich bei ihrem ersten Treffen über wichtige Handlungsfelder im Klima-, Meeres- und Ressourcenschutz verständigt. Alle Länder außer den Vereinigten Staaten bekräftigen in einer Abschlusserklärung ihr Engagement zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Beim Kampf gegen den Meeresmüll zogen die USA wieder mit, so dass die 20 größten Industrie- und Schwellenländer eine gemeinsame Strategie beschließen konnten. Unter anderem sollen die Einträge von Plastik- und anderen Abfällen besser überwacht und der Austausch von Know-How bei Abfallentsorgung und Recycling intensiviert werden.

Svenja Schulze: „Ein Meilenstein für den Klimaschutz im Straßengüterverkehr“

Der Rat der EU-Mitgliedsstaaten hat mit der Unterstützung Deutschlands erstmals eine EU-Verordnung zur Beschränkung für den CO2-Ausstoß von Sattelzugmaschinen und Lkw beschlossen. Demnach muss der CO2 -Ausstoß schwerer Nutzfahrzeuge über 16 Tonnen bis 2025 um 15 Prozent und bis 2030 um 30 Prozent fallen. Im April waren bereits neue Flottengrenzwerte für Autos und leichte Nutzfahrzeuge beschlossen worden.

Ministerinnen legen gemeinsam Vorschläge zum wirksamen Schutz des Grundwassers vor Nitrateinträgen vor

Der Schutz unseres Grundwassers ist ein zentrales Anliegen der Bundesregierung. Deshalb ist es wichtig zu verhindern, dass zu viel Nitrat über das Düngen in die Böden gelangt. Die Bundesregierung hat sich nach einem breit angelegten Konsultationsprozess mit Ländern, Verbänden und Abgeordneten auf Vorschläge zur weiteren Beschränkung der Düngung verständigt. Die Länder wurden einbezogen, weil die Düngeverordnung auch der Zustimmung des Bundesrates bedarf. Das Ziel ist es, den Schutz unserer Gewässer zu verbessern und damit die Anforderungen des gegen Deutschland ergangenen EuGH-Urteils zur EG-Nitratrichtlinie zukünftig zu erfüllen.

Bundeskabinett beschließt Langfriststrategie für saubere Luft

Auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat die Bundesregierung das nationale Luftreinhalteprogramm verabschiedet. Es legt dar, wie mit welchen Maßnahmen die Bundesregierung, die Luftqualität in Deutschland bis 2030 weiter verbessern will. Hauptziel ist ein deutlicher Rückgang von Feinstaub und seinen Vorläufersubstanzen wie Ammoniak, die die Bildung von Feinstäuben begünstigen.

Fakten zur Energiewende besser sichtbar machen

Freiburg im Breisgau. Mit den Energy-Charts stellt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (Freiburg) seit 2011 Deutschlands umfassendste Plattform für zeitaufgelöste Stromdaten der Öffentlichkeit zur Verfügung. In dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekt „EnJour-Aufbereitete Energiedaten für Journalisten“ wurde die kostenlose Datenbank nun überarbeitet, um die Fakten zur Energiewende noch verständlicher und besser nutzbar zu machen. Zudem erweitern neue Grafiken das Informationsangebot.

Studie: Klimaziele in der Landwirtschaft nur mit Abstockung der Tierbestände zu erreichen

Die Klima-Allianz Deutschland hat durchrechnen lassen, mit welchen Maßnahmen das Klimaziel 2030 im Bereich Landwirtschaft sicher zu erreichen ist. Das zivilgesellschaftliche Bündnis kritisiert die geplanten Maßnahmen von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zur Erreichung der Klimaziele im Bereich Landwirtschaft als zu unkonkret und unzureichend.

Im Blick: Maßnahmen für saubere Luft

Um die Luftverschmutzung zu reduzieren und die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern, werden weltweit verschiedenste Maßnahmen ergriffen. Eine systematische Übersichtsstudie bereitet die aktuelle vorliegende Evidenz auf. LMU-Epidemiologen empfehlen daher unter anderem solide Begleitevaluationen unter Nutzung besserer Studiendesigns.

92. Umweltministerkonferenz in Hamburg

Tagung in Hamburg endet mit Einigungen in wichtigen Punkten. Die Ministerinnen und Minister sowie die Senatorinnen und Senatoren der Bundesländer und die Bundesumweltministerin haben u. a. Beschlüsse zu den Themen Klima, Düngung und Green-IT gefällt. Hamburg hat in diesem Jahr den Vorsitz der UMK. Die Konferenz beschäftigte sich in 16 von 55 Tagesordnungspunkten mit dem Klimawandel. Unter anderem ging es um den Klimaplan des Bundes, die CO2-Steuer und die Klimaanpassung. Auch der Umgang mit dem Wolf und die Themen Artenvielfalt, Insektenschutz und Düngemittel wurden beraten.

EU-Kommission genehmigt Millionenförderung für umweltfreundliche Verkehrsmittel in deutschen Städten

Die EU-Kommission hat die umweltfreundliche Nachrüstung kommunaler und gewerblich genutzter Dieselfahrzeuge in Höhe von 431 Mio. Euro in deutschen Städten genehmigt. Damit kann die Stickoxidemissionen um 1450 Tonnen pro Jahr gesenkt werden, ohne den Wettbewerb übermäßig zu verfälschen.

Deutschland muss bei Umsetzung der EU-Klimaziele nachbessern

Die Kommission hat die Entwürfe der Pläne der Mitgliedstaaten zur Umsetzung der Ziele der Energieunion und der vereinbarten Energie- und Klimaziele der EU im Jahr 2030 bewertet. Das Ziel für Treibhausgasemissionen, die nicht unter das EU-Emissionshandelssystem (Non-ETS) fallen, liegt für Deutschland im Jahr 2030 bei −38 Prozent gegenüber 2005. Mit den bestehenden Politiken und Maßnahmen, die im Entwurf des nationalen Plans skizziert sind, ist Deutschland nicht auf Kurs, um dieses Ziel zu erreichen.

Zurückverweisung des Rechtsstreits um das Steinkohlekraftwerk Lünen

Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen muss sich erneut mit der Klage gegen das Steinkohlekraftwerk Lünen befassen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden.

Die nationalen Gerichte sind befugt, die Wahl der Standorte von Stationen zur Messung der Luftqualität zu überprüfen und gegenüber der betreffenden nationalen Behörde alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen

Mehrere Einwohner der belgischen Region Brüssel-Hauptstadt sowie die Umweltorganisation ClientEarth streiten vor der Nederlandstalige rechtbank van eerste aanleg Brussel (dem niederländischsprachigen Gericht erster Instanz Brüssel) mit der Region Brüssel-Hauptstadt und dem Brüsseler Institut für Umweltmanagement darüber, ob für das Gebiet von Brüssel ein ausreichender Luftqualitätsplan erstellt wurde.

Recht & Normung

VDI-Richtlinien

Aktuelle Umweltvorschriften (EU, Bund, Länder)

Mitteilungen der Industrie

+++ Praxistaugliche Regelungen für Holzfeuerungsanlagen endgültig beschlossen / Verabschiedung der 44. BImSchV im Bundesrat +++

Marktplatz

Luftreinhaltung: Staubabscheider für Biomassefeuerungen optimiert

Forscher von Fraunhofer UMSICHT und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden konnten in Zusammenarbeit mit Entwicklungsingenieuren des Feinstaubfilter-Herstellers Karl Schräder Nachf. herausarbeiten, wie der Fraktionsabscheidegrad von Staubfiltersystemen verbessert bzw. optimiert werden kann. Entsprechende Feinstaubfilter mit optimierter Abscheidung sind inzwischen auf dem Markt verfügbar.

Veröffentlichungen

Prof. Dr. Sabine Schlacke: Umweltrecht

Prof. Dr. Klaus Hansmann: Bundes-Immissionsschutzgesetz

Termine

LAI

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